Müll im Wald – Ich glaub, ich spinne!

Müllentsorgung – Wenn der Müll illegal irgendwo hin gekippt wird!

Müllentsorgung - Müll im Wald - ich glaub ich spinne

Leute, ich muss dringend Dampf ablassen. Ich bin auf 180. Mindestens.

Vor ein paar Tagen dachte ich mir: „Mensch Rudi, heute ist der perfekte Tag. Raus aus der Bude, ab in den Wald, ein bisschen Natur genießen, Sauerstoff tanken.“ Einfach mal die Seele baumeln lassen. Ich habe mich richtig gefreut. Natur pur, das volle Programm.

Ich komme also am Waldrand an, atme tief ein, die Luft riecht nach Moos und Freiheit, ich gehe die ersten Schritte und denke: „Herrlich!“

Genau fünf Minuten hielt diese Idylle. Danach war meine gute Laune nicht nur weg.

Müll im Wald – Das illegale Sperrmüll-Paradies

Ich laufe so den Weg entlang, schaue nach rechts und traue meinen Augen nicht. Mitten im Unterholz – da, wo eigentlich Rehe und Eichhörnchen wohnen sollten – steht ein komplettes Wohnzimmer. Und ich übertreibe nicht!

Da lag ein altes, ranziges Sofa, zwei durchgesiffte Matratzen, ein Stück Teppichboden und – ja, ich habe sie gezählt – exakt zwölf prall gefüllte, blaue Müllsäcke. Echt jetzt, ich bin komplett ausgeflippt! Was stimmt denn mit den Leuten nicht? Denken die, der Wald ist ein begehbarer Kleiderschrank für Vandalen? Eine absolute Sauerei, mir ist fast die Hutschnur geplatzt.

Ich versuche mich zu beruhigen, gehe weiter. Vielleicht zwanzig Meter. Blick nach links, kleiner Abhang. Was blitzt mich da aus dem Gebüsch an? Ein Kühlschrank. Daneben ein Toaster und vier Autoreifen.

Leute, ehrlich: Mir ist jede Lust vergangen. Ich dachte kurz, ich bin bei einer versteckten Kamera oder mitten auf einer wilden Deponie in den Neunzigern.

Rudi Quatschko als Umwelt-Detektiv

Aber nicht mit mir. Jetzt schlägt die Stunde von… Rudi Quatschko. Wenn ich schon nicht entspannen kann, dann werde ich eben zum hiesigen Öko-Sheriff. Handy raus, Beweisfotos aus drei verschiedenen Winkeln geschossen und direkt per E-Mail an die zuständige Behörde geschickt.

Ein kurzes Wort zu unseren Behörden: Die können für diesen Irrsinn natürlich absolut nichts. Aber die armen Mitarbeiter müssen den Dreck am Ende wegräumen. Und das kostet. Richtig viel Geld sogar. Und wer bezahlt diesen ganzen Spaß am Ende? Dreimal dürft ihr raten. Wir alle! Die Steuerzahler, die ihren alten Toaster, Autoreifen und sonst was brav zum Wertstoffhof bringen.

Der „geile Ausblick“ am Rastplatz

Ich dachte mir: „Gut Rudi, mehr als dokumentieren kannst du es eh nicht.“ Ich steige also wieder ins Auto, fahre weiter und halte die Augen offen. Irgendwie war mein Blick an diesem Tag wohl besonders geschärft für die Abgründe der Menschheit.

Ich fahre an einem Wanderparkplatz vorbei. „Komm Rudi“, denke ich mir, „hier oben ist die Aussicht phänomenal. Halt kurz an, guck in die Ferne, komm wieder runter.“

Ich rolle auf den Parkplatz, parke, schaue aus dem Fenster und kriege fast einen Herzinfarkt.

Direkt hinter den gemütlichen Holzbänken, wo Wanderer eigentlich friedlich ihr Butterbrot essen und die Natur genießen sollen, türmte sich: Bauschutt. Bergeweise Rigipsplatten, Dämmmaterial und irgendwelche undefinierbaren Bauplatten. Einfach abgekippt. In die Natur.

Jetzt hat es in mir nicht mehr nur gekocht, da war Kernschmelze! Wieder das Handy gezückt, wieder Fotos gemacht, wieder ab an die Behörde. Ich kam mir schon vor wie ein Blockwart, aber irgendwo hörts ja wohl auf!

Müllentsorgung – Die Logik der Bekloppten

Ich verstehe es einfach nicht. Warum macht man sowas?

Ja, okay: Wenn man das Zeug auf den Wertstoffhof bringt, kostet das vielleicht mal ein paar Euro Gebühren. Aber bin ich denn komplett bescheuert und zerstöre dafür die Umwelt?

Manche Menschen besitzen offenbar eine Mischung aus krimineller Energie, extremem Geiz und einer Bequemlichkeit, die schon fast an körperliche Lähmung grenzt.

Und jetzt mal ehrlich, lasst uns das mal logisch durchrechnen: Diese Genies laden den schweren Mist zu Hause mühsam in ihren Kofferraum oder auf den Anhänger. Dann gurken sie – wahrscheinlich im Schutz der Dunkelheit, damit sie bloß keiner erwischt – kilometerweit durch die Gegend, verballern teuren Sprit, riskieren ein saftiges Bußgeld, nur um den Kram illegal im Wald die Böschung runterzukippen? Wo ist denn da bitte die Relation?! Das ist nicht nur asozial, das ist schlichtweg dumm.

Das Ende vom Lied: Die Hemmschwelle sinkt, die Anonymität der Nacht wird ausgenutzt, die Natur geht vor die Hunde und wir alle zahlen die Zeche.

Mein Fazit für diesen Tag: Der Waldurlaub ist gestrichen. Das nächste Mal entspanne ich mich wieder auf dem Sofa. Meinem eigenen. Das steht nämlich im Wohnzimmer und nicht neben der Fichte im Wald.

Und ehrlich unter uns: Nein, ich bring mein altes Zeugs dahin, wo es auch hingehört. Selbst, wenn es was kostet.

Echt -manchmal ist es zum Verzweifeln. Auch der Innenstadtverkehr nervt so richtig. Die Stadt meint, dass gleich vier Baustellen eine gute Tat sind – trotz Verkehrschaos.

Dann endlich – durch den Verkehr gekämpft, 20 Minuten zu spät, und auf der Arbeit meinen einige „wir sind eine Familie“.

Der Chef kommt – „na, Rudi – zu spät“, ja klar, das Verkehrschaos wegen der Baustellen. Da lacht der Chef und meint „da war das letzte Mal sonst….“…

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