Meetings – unnötige Zeitverschwendung

Warum gibt es Meetings, die auch eine E-Mail hätten sein können?
Mal ehrlich. Einfach nur so. Vor ein paar Tagen hatte ich ein Meeting. Ein ganz normales. Mit Einladung, mit Agenda, mit diesem Betreff, der klingt, als ginge es um was Wichtiges. „Kurzer Austausch“, „Abstimmung“, „Nächste Schritte“.
Also Kalenderblocker rein, Kaffee geholt, Laptop auf, Teams gestartet. Alle da. Fünf Leute, sechs Kameras, zehn Minuten Smalltalk. „Hört ihr mich?“, „Du bist noch auf stumm“, „Kann jemand die Präsentation sehen?“ – Klassiker.
Dann geht’s los. Erste Folie, zweite Folie, dritte Folie. Niemand sagt was, alle nicken, einer hustet. Dann kommt der erste Satz: „Also im Prinzip machen wir das so wie bisher.“ Alle: Ja, genau, klingt gut.
Nächste Folie. Dann: „Wir sollten das vielleicht mal im Blick behalten.“ Alle wieder: Ja, auf jeden Fall. Dann: „Wir müssen da nochmal drüber sprechen.“ Alle: Unbedingt.
Nach 45 Minuten dann die Zusammenfassung: Wir machen es wie bisher, wir behalten es im Blick und wir sprechen nochmal drüber. Nächster Schritt: neues Meeting nächste Woche.
Ich sitz da und denk mir: Dafür hab ich jetzt meinen Kaffee kalt werden lassen. Ergebnis: Niemand weiß mehr als vorher, aber alle sind offiziell informiert.
Meetings- unnötige Zeitverschwendung
Warum ist das immer so?
Weil Meetings wichtig aussehen müssen, auch wenn nichts Wichtiges passiert. Weil niemand sagen will: „Das hätten wir auch kurz per Mail klären können.“ Weil es sicherer ist, ein Meeting zu machen, als eine Entscheidung zu treffen. Und weil alle beschäftigt wirken wollen, auch wenn nichts vorangeht.
Damit alle das Gefühl haben, dass was passiert – obwohl nichts passiert.
Kennste? Ja läuft so, oder? Manchmal denk ich, habe die all zu viel Zeit, nix zu tun, oder so?
Solche Meetings sind echt anstrengend, und anschließend musste für „kleine Jungs..oder Mädels..oder so was…“ – und dann passierts… grrrrrrr
