Verstand – irgendwo zwischen verloren und verbuddelt

Verstand
Verstand – irgendwo zwischen verloren und verbuddelt

Verstand – manchmal könnten wir echt verzweifeln

Leute – uns uns – habt ihr euch eigentlich mal angeschaut, was in diesem Land und eigentlich in der ganzen westlichen Welt – gerade für ’ne Nummer abgeht? Wir haben den gesunden Menschenverstand nicht nur verloren, wir haben ihn feierlich zu Grabe getragen. Wir haben ein drei Meter tiefes Loch gebuddelt, den Verstand reingeschmissen und zur Sicherheit noch eine tonnenschwere Betonplatte drüber betoniert, damit das Ding bloß nicht wieder aufsteht und uns mit Logik belästigt.

Früher, da gab es eine ganz einfache Regel: Wenn du dir die Pfoten an der heißen Herdplatte verbrannt hast, dann hat das höllisch wehgetan. Und weißte was? Danach haste die Platte nicht mehr angefasst. Punkt. Das nennt man „Lernen durch Schmerz“.

Das war ein eingebauter Mechanismus, der hat seit der Steinzeit super funktioniert, ohne dass wir ausgestorben sind. Aber heute? Da gibt’s extra Bürokraten….die zuständig sind…für Sachen, über die früher kein Mensch nachgedacht hätte…echt jetzt… Heute brauchste ein EU-zertifiziertes Warnsymbol in drei Leuchtfarben, eine 40-seitige Risikoanalyse vom Experten und wahrscheinlich noch ’ne Rechtsschutzversicherung, bevor du dir überhaupt ein verdammtes Spiegelei in die Pfanne hauen darfst.

Wir verblöden nach Vorschrift

Es ist doch echt der Wahnsinn! Wir haben für jeden Pups eine Verordnung, ein Gesetz oder ein Schild. Wir werden so dermaßen zugemüllt mit Regeln, dass das Gehirn bei den meisten Leuten im Standby-Modus vor sich hin oxidiert. Warum auch selber denken? Das wird einem ja heute bequem abgenommen!

Es gibt jetzt ernsthaft Kaffee-Apps, die dich davor warnen, dass der Kaffee heiß ist. Ach was? Echt jetzt? Ich dachte, die Plörre kommt als Eiswürfel aus der Maschine geflogen! Oder diese Warnhinweise auf Erdnusspackungen, dass da „Spuren von Nüssen“ drin sein könnten. Ja, danke für den Tipp, Sherlock! Was kommt als Nächstes? Ein Warnhinweis auf der Wasserflasche, dass der Inhalt bei übermäßigem Einatmen zum Ertrinken führen kann? Ich wette, irgendein Bürokrat in Brüssel schreibt gerade genau daran!

Das Problem ist: Wenn du den Menschen das Denken verbietest, dann hören sie irgendwann damit auf. Komplett. Wir züchten uns hier gerade eine Generation von biologischen Robotern ran, die ohne App oder behördliche Anweisung nicht mal mehr wissen, wie man sich die Schuhe zubindet, ohne sich dabei ein Auge auszustechen oder die Gewerkschaft anzurufen.

Das Navi-Syndrom: „Rechts abbiegen in den Fluss“

Guckt euch doch mal die Vögel an, die nur noch nach Navi fahren. Das ist doch das perfekte Beispiel für den Untergang der Zivilisation. Da sagt so ’ne blecherne Stimme aus dem Armaturenbrett: „In 50 Metern rechts abbiegen.“ Und was macht die Type am Steuer? Der biegt rechts ab! Völlig egal, ob da eine Leitplanke im Weg ist, ein Abgrund klafft oder der Rhein fließt.

Der Typ fährt eiskalt in den Fluss, säuft fast ab und verklagt dann wahrscheinlich noch den Hersteller vom Navi, weil da kein Warnschild stand: „Achtung, Fluss ist nass und ungeeignet für Fahrzeuge mit Sommerreifen.“

Wo ist denn der Instinkt geblieben? Wo ist die Fähigkeit, einfach mal aus dem Fenster zu glotzen und zu sagen: „Mensch Rudi, da ist Wasser, da fahr ich besser nicht rein“? Aber nee, wir vertrauen lieber der Technik und dem Regelwerk als unseren eigenen zwei Augen. Wenn die Ampel grün ist, wird gelatscht – egal, ob da gerade ein 40-Tonner ohne Bremsen auf die Kreuzung zugerast kommt. „Ich hatte aber Grün!“ Ja, herzlichen Glückwunsch, das sieht auf deinem Grabstein bestimmt super aus, du Held.

Regelungswahn: Wir verwalten uns zu Tode

Und wer profitiert von dem Mist? Na, die ganze Riege an Bürokraten, die den ganzen Tag nix anderes zu tun haben, als sich neue Schikanen für uns auszudenken. Wir haben mittlerweile für jeden Dreck eine Norm. Es gab mal Normen für die Krümmung der Gurke – kein Witz! Das haben sie zwar wieder abgeschafft, weil selbst denen das zu dumm wurde, aber der Geist dahinter lebt weiter.

Guckt euch mal die Kinderspielplätze an. Der Fallschutzboden muss heute so weich sein, dass die Kids gar nicht mehr merken, dass Hinfallen eigentlich wehtut. Wir bauen Spielplätze, die so sicher sind, dass sie sterbenslangweilig sind. Kein Baum mehr zum Klettern, kein Rost mehr an der Schaukel, alles aus abgerundetem, weichgespültem Kunststoff. Und dann wundern wir uns, dass die Blagen später im echten Leben bei der kleinsten Gegenwind-Böe umkippen wie eine leere Cola-Dose. Wir nehmen denen jede Chance, mal ordentlich auf die Schnauze zu fliegen. Aber wer nie hinfällt, lernt auch nie, wie man wieder aufsteht!

Die Haftungs-Paranoia

Hinter diesem ganzen Regelungswahn steckt doch die pure Angst. Die Angst davor, dass irgendwer für irgendwas verantwortlich sein könnte. Eigenverantwortung? Das Wort existiert im Wortschatz von Behörden gar nicht mehr. Alles muss dreifach abgesichert sein.

Wenn im Winter eine einzige Schneeflocke vom Himmel fällt, kriegt die Stadtverwaltung schon die Krise. Die haben solche Panik, dass Oma Erna ausrutscht und die Stadt auf drei Millionen Schmerzensgeld verklagt, dass sie alles mit Salz zuscheißen, bis die Regenwürmer im Boden Durst kriegen. Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, in der immer jemand anderes schuld sein muss. Wenn ich zu blöd bin, eine Treppe ordentlich runterzugehen und mich hinlege, dann ist die Treppe schuld. Oder der Architekt. Oder der Fliesenleger. Aber sicher nicht meine eigene Schusseligkeit. Und deshalb kriegen wir jetzt für jeden Mist Warnschilder. „Achtung Stufe!“ „Achtung glatt!“ „Achtung, Gehirn beim Betreten der Realität bitte einschalten!“ (Schön wär’s, aber das Gehirn ist ja meistens eh im Urlaub).

Der Klick-Moment: Ach so, wir werden entmündigt!

Wisst ihr, was das eigentlich ist? Das ist eine schleichende Entmündigung. Man verkauft uns das als „Sicherheit“ und „Schutz“, aber in Wahrheit macht man uns zu unselbstständigen Kleinkindern. Wer nicht mehr selbst entscheiden darf, welches Risiko er eingehen will, der ist kein freier Mensch mehr. Der ist nur noch ein Insasse in einem riesigen, wattierten Sanatorium.

Ich erinnere mich noch an Zeiten, da haben wir Häuser gebaut, ohne dass wir für jede Steckdose ein polizeiliches Führungszeugnis brauchten. Da haben wir im Auto gesessen, ohne dass uns 20 Piepstöne daran erinnert haben, dass wir gerade atmen. Und wir haben überlebt! Unglaublich, oder? Wir sind tatsächlich groß geworden, ohne dass uns eine EU-Verordnung erklärt hat, wie man eine Leiter aufstellt, ohne sich den Hintern einzuklemmen.

Achtung Verstand – Schaltet die Birne wieder ein!

Leute, wir müssen echt aufhören, uns nur noch auf Schilder und Paragrafen zu verlassen. Ein Schild schützt dich nicht vor der Realität, wenn du die Augen zumachst. Eine Verordnung ersetzt keinen Funken Verstand. Wenn wir so weitermachen, dann brauchen wir demnächst wirklich Warnhinweise auf den Klobürsten, damit keiner versucht, sich damit die Zähne zu putzen, weil’s so schön schäumt.

Manchmal muss man einfach mal den Vorhang zur Seite schieben und den ganzen Bürokratie-Müll dahinter sehen. Und was man da sieht, ist eine Welt, die vor lauter Angst vor dem Leben komplett vergessen hat, wie man eigentlich lebt.

Also: Wenn ihr das nächste Mal vor einer heißen Herdplatte steht – fasst einfach nicht drauf. Auch wenn kein Schild da ist. Benutzt das Ding zwischen euren Ohren. Das ist nämlich kostenlos, braucht kein Abo, kein Update und funktioniert sogar ganz ohne WLAN.

Klar, für mich Dinge im Leben muss es Regeln geben, einverstanden. Aber, was manchmal in der Politiker – insbesondere der EU so abläuft – na ja. Wir könnten die Frage stellen: „Für wie blöd halten die uns eigentlich?“….. Und selbst regeln – oft Fehlanzeige, guck mal die Digitalisierung!

Oder, wenn die EU die Äpfel – Größe bestimmt

Oder guckt mal die Parkplätze im Parkhaus – eine Katastrophe.

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